|
Jörg Schaffner
Dass er im Sattel Zuhause ist mag vielleicht daran liegen, dass Jörg auf dem Pferd saß noch bevor er selbst laufen konnte – vielleicht auch daran, dass er auf der eigenen Anlage beste Voraussetzungen und in seiner Familie bestes Vorbild hatte: als Sohn des hoch erfolgreichen Springreiters Willi Schaffner schnupperte er schon als Kind internationale Turnierluft.
Dass er im Sattel erfolgreich ist, ist jedoch das Ergebnis einer fundierten Ausbildung und der Lohn für viel Arbeit, Fleiß und Selbstdisziplin, denn wie man von Pferden weiß, reicht weder ein gutes Pedigree noch Talent alleine für eine erfolgreiche Sportkarriere.
Uns so fing auch Jörg wie jeder andere mal klein an: seinen ersten Reiterwettbewerb startete er auf dem Ponyrücken im Alter von 6 Jahren. Die Ponys, namentlich Dayan, Kaprino und Flipper begleiteten ihn weiter bis 1997, bis in den Bundeskader und von der Süddeutschen zur Deutschen Meisterschaft. Er startet mit ihnen erfolgreich die schwersten Ponyspringprüfungen wie internationale Turniere in Rulle und Hollage oder das Hamburger Ponyderby und nahm mehrfach in Warendorf am „Preis der Besten“ teil.
Mit 13 Jahren mischte sich Jörg dann auch unter die „Großen“: Flip Flop war sein erstes Pferd, mit dem er in der schweren Klasse startete.
Neben dem Schulabschluss und einer Ausbildung als Bürokaufmann blieb Jörg stets den Pferden und dem Springsattel treu: 2003 feierte er seinen ersten S-Sieg mit Lady und konnte sich im gleichen Jahr mit der Stute über den hessischen Vizemeistertitel freuen.
Die Pferde blieben ihm nicht nur Hobby, sondern wurden vielmehr sein Leben und so konsequenterweise auch sein Beruf: Als Bereiter kam Jörg so 2003 in den Stall Wendenburg, sammelte Platzierungen bis zur Klasse S** und internationale Turniererfahrung in Österreich. Letztlich vervollständigte er seine berufliche Qualifikation mit der Trainer C-Lizenz.
Mit einer Zwischenstation im Stall Lupp wurde er vom Gestüt Dobel angeworben, wo er von 2007 bis 2009 nicht nur internationale S-Erfolge erreichte, sondern insbesondere in Springpferdeprüfungen mit Klasse M die verdienten Früchte seiner einfühlsamen und konsequenten Jungpferdeausbildung in Form von unzähligen Siegen und Platzierungen ernten konnte.
Gleich 3 seiner Schützlinge, Cassino, Capitola Song und Centox, konnte er für das Bundeschampionat 2008 qualifizieren und auch in Warendorf starten: den im Finale platzierte Centox auch auf der folgenden WM der jungen Pferde in Lanaken.
2009 verließ Jörg den Dobel um die Auktionspferde des Holsteiner –Verbandes unter dem Sattel und am Sprung vorzustellen, zudem wirkte er beim Freispringen der Holsteiner Körung mit.
|
|